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Buchpremiere  |  Weimar
Frieder W. Bergner: Jazz unter Ulbricht

und Honecker - mein musikalisches Leben in der DDR

Die musikalische Vita des Posaunensolisten und Komponisten Frieder W. Bergner begann in der Kirche, bei den Thüringer Sängerknaben. In Dresden studierte er Posaune, spielte dort in Rockbands und kurzzeitig auch in einem Sinfonieorchester. In den 1970er und 80er Jahren war Bergner dann Studiomusiker in der Radio Big Band Leipzig und später Professor für Big Band an der Musikhochschule Weimar.
Seit über 30 Jahren ist er nun in der ostdeutschen Jazzszene aktiv. Ob im Duo mit der Sängerin Silke Gonska oder als Initiator und Leiter innovativer Jazzprojekte mit seiner Contemporary Jazz Band, mit dem Ensemble Creativ wie auch als Autor von musikalischen Revuen, Bühnenperformances und Hörspielen, in den meisten seiner Unternehmungen sucht er die Verbindung zwischen zeitgenössischem Jazz, Literatur und anderen Kunstformen.

Nun hat sich Bergner an den Schreibtisch gesetzt. Nicht um zu komponieren, sondern um seine musikalische Biografie bis zur deutschen Wiedervereinigung aufzuzeichnen. Dabei schreibt er nicht nur über Jazz in der DDR und auf Tourneen im östlichen und westlichen Ausland.
Nein, er berichtet auch über seine eigene Erziehung im Spannungsfeld zwischen christlich geprägtem Elternhaus und sozialistischer Volksbildung und über Musik und Kunst diesseits und jenseits von offizieller Kulturpolitik in der DDR. So zeichnet er in seinem Buch ein sehr persönliches Bild vom Leben als Jazzmusiker im Ersten Deutschen Arbeiter- und Bauernstaat.

In einer konzertanten Lesung stellt er Kapitel aus seinem gerade veröffentlichten Buch vor. Zwischen den gelesenen Passagen greift er zur Posaune und spielt Musik mit Bezug zu Ort, Zeit und Handlung seiner Geschichten, unter anderem von seiner Solo-CD „Kein schöner Land – deutsches lied gut“.

Ort: Eckermann-Buchhandlung Weimar, Marktstraße 2

Eintritt: 7,- / 5,- / 3,- €

Mit der freundlichen Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Stadt Weimar.