Veranstaltung

Junge Literatur  |  Jena
Lars Reyer liest aus seinem

Gedichtband "Magische Maschinen",

mutige Freiwillige wagen sich ans Mikrophon, die Samstag-Abend-Showband lädt zum Tanz & Christian Wöllecke moderiert.

Ort: Galerie Kunsthof Jena, Ballhausgasse 3

Jetzt anmelden: wortwechsel.jena(at)gmail(dot)com

Frischen Herbstwind in den Thüringer Literaturzirkus bringt die neue Lesereihe des Projekts „Wortwechsel“, die im wahrsten Sinne des Wortes bereits etablierte Literaten und Nachwuchstalente „In guter Nachbarschaft“ vereint. Literaturschaffende, die bereits mit Veröffentlichungen hervorgetreten sind, stellen ihre Werke in angenehmer Atmosphäre im Kunsthof Jena vor, umspielt von musikalischen Beiträgen der Samstag-Abend-Showband. Am offenen Mikrofon suchen danach junge Autorinnen und Autoren erste Bühnenerfahrung und bieten mit ihren Beiträgen ein Kaleidoskop der Jenaer Literaturszene.

Am 25.10. stellt Lars Reyer seinen 2013 erschienen Lyrikband „Magische Maschinen“ vor. - 1977 in Werdau geboren, studierte Reyer Philosophie, Anglistik und Ethnologie in Münster. Danach folgte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2013 erhielt er den Förderpreis der GWK-Gesell- schaft für Westfälische Kulturarbeit.
Zwischen Industrie, Landwirtschaft und Arbeit – mal belebt, manchmal auch ruinenhaft entvölkert – entwickeln sich die Gedichte in „Magische Maschinen“, aufgeteilt in Kapitel, zeitlich und auch räumlich entlang gedachter Achsen. Mal ist es ein bloßes Durchwandern von Räumen, ein anderes Mal entwickelt sich ein lyrisches Bild aus der Arbeit des Schweißers. In Reyers Gedichten wird vieles maschinisiert, galvanisiert – die Nahrung, die Menschen, und sogar die Kunst: „Auf der Hügelkuppe summt das Trafohäuschen seine elektrische Kantate.“ Es sind Bilder, die gleichsam aus der Landschaft kommen und wieder in sie eingehen und dabei ein neues, man möchte sagen, metallisches Sehen erzeugen.
In „Volltext“ schreibt Michael Braun dazu: „Lars Reyers Gedichte sind sehr gegenständlich, sinnlich konkret, den rohen Stoffen verpflichtet. Sie erzählen, wie ein einsames Ich durch Landschaften geht, in denen es keine Zuflucht, keine Heimat findet, auf langen Wanderungen durch die deutsche Geschichte.“

Ob Industrie, Naturlyrik oder gar das Tagebuch des Verführens: Am offenen Mikrofon haben Nachwuchstalente 8 Minuten Zeit, ihre Texte in entspannter Atmosphäre vorzutragen. Die Beiträge unterliegen dabei weder formalen noch thematischen Beschränkungen – alles ist möglich.

Die Reihe „In guter Nachbarschaft“ ist eine Veranstaltung des Projekts „Wortwechsel“ der Literarischen Gesellschaft Thüringen e. V. in Zusammenarbeit mit der Galerie Kunsthof Jena e. V. und wird unterstützt durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Moderation: Christian Wöllecke

Siehe auch: www.literarische-gesellschaft.de/projekte/in-guter-nachbarschaft-jena/