Veranstaltung

Kooperation Lesung und Gespräch  |  Weimar
Ilse Weber - Wann wohl das Leid

ein Ende hat.

Porträt einer jüdischen Schriftstellerin in Selbstzeugnissen, ihren Briefen und Gedichten aus Theresienstadt.

Vor dem "Osttransport" nach Auschwitz kann Willi Weber die Gedichte seiner Frau Ilse in einem Geräteschuppen einmauern - Gedichte und Lieder, die sie für ihre Mithäftlinge und ihre Pflegekinder geschrieben hat. Willi überlebt und kann die Papiere nach der Befreiung in Sicherheit bringen: die Schilderungen ihres Lebens als Jüdin in Mähren, die Briefe, in denen sie vom Terror des Nationalsozialismus erzählt, die Trostgesänge aus der Kinderkrankenstube im KZ. Das Buch macht zum ersten Mal die charismatische Figur Ilse Weber sichtbar, die bei Überlebenden von Theresienstadt und in der Literatur ein Mythos ist, von deren Werk aber bisher fast nichts bekannt war.

Ilse Weber, 1903 als deutschsprachige Jüdin in Mähren geboren, war eine bekannte Kinderbuch- und Hörspielautorin, Lyrikerin und Übersetzerin, die tapfer mit den Theresienstädter Kindern 1944 im Gas von Ausschwitz umkam. Dieser Abend ist in Erinnerung an den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01. Ilse Weber und den Millionen von den Nazis brutal ermordeten Kindern gewidmet.

Ort: Eckermann-Buchhandlung Weimar, Marktstraße 2

Eintritt frei

Mitwirkende: Johannes Bock, Angela Egli-Schmidt, Johannes Steinhöfel

Mitveranstalter: Kulturdirektion der Stadt Weimar, Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus, Gedenkstätte Buchenwald / Mittelbau Dora