Veranstaltung

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Unterwegs  |  Weimar
Johanna Schopenhauer

Der Umgang hier scheint mir sehr angenehm und gar nicht kostspielig.

Ein literarischer Stadtspaziergang mit Ulrike Müller durch Weimar führt interessierte TeilnehmerInnen auf die Spur von Johanna Schopenhauer (1766-1838), die von 1806 bis 1829 mit ihrer Tochter Adele in der thüringischen Residenzstadt lebte. Die Literaturwissenschaft- lerin und Autorin Dr. Ulrike Müller, die sich seit vielen Jahren vorrangig bedeutenden Frauen der Kulturgeschichte widmet, wird die Weimarer Wohn- und Wirkungsstätten sowie Stationen des reichen Beziehungsnetzes der Salonnière und Schriftstellerin vorstellen und dazu auch Auszüge aus Texten von ihr einstreuen. Die lebenslange Freundschaft mit Goethe gewann die gebürtige Danzigerin, in dem sie als erste in der gehobenen Weimarer Gesellschaft Christiane, frisch verehe- lichte Frau von Goethe, in ihren Salon einlud. Dabei begründete sie ihre gelungene PR-Aktion mit dem berühmten Satz: Wenn er ihr seine Hand anbietet, kann ich ihr eine Tasse Tee anbieten.

Treffpunkt: vor dem Eingang zum Schiller-Museum (Schillerstraße 12)
Teilnehmergebühr: 7,- € / 5,- € / 3,- €

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. in Kooperation mit der Thüringischen Literarhistorischen Gesellschaft Palmbaum e.V. mit der freundlichen Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei, der Stadt Weimar und der Sparkasse Mittelthüringen.

Projektleiter: Dr. Jens-Fietje Dwars, Jürgen Paasch

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Hintergrundinformationen:

Gebuckelte Hügel, die uns kreisrund umstehen - Frauen in der Thüringer Literatur. Sechs Erkundungen

Die Literatur Thüringens ist vor allem eine von Männern. Das unterscheidet sie nicht von anderen Literaturregionen. Die Versuche, Frauen in ihr sichtbar zu machen, sind in Thüringen allerdings außergewöhnlich schwierig, werfen die Dichter hierzulande doch besonders große Schatten. In ihnen drohen vermeintlich minder bedeutende Autoren unkenntlich zu werden und insbesondere Frauen wurden hinter den männlichen Übergrößen hierzulande beinahe unsichtbar. Dabei hat Thüringens Literatur auch und gerade außergewöhnliche Dichterinnen hervorgebracht. Hier begann mit der Jenaer Romantik die Emanzipation der Frau in der Literatur überhaupt und hier fand die emanzipierte Frau in die Literatur. Thüringen blieb Attraktionsraum für Autorinnen bis in unsere Tage, für bedeutende Poetinnen ebenso wir für weibliche poetae minores, ohne die es bekanntlich die Spitzen der Literatur nicht gäbe. In einer Reihe von zunächst sechs Erkundungen folgen Thüringer AutorInnen den Spuren berühmter oder zu Unrecht vergessener Frauen durch die Literatur und durch das Land. Sie sind eingeladen, sich den literarischen Spaziergängen anzuschließen.