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Edition Muschelkalk

Die Edition Muschelkalk ist eine Reihe, in der jährlich zwei Einzelbände sprachlich hochwertiger und wichtiger Texte von sowohl etablierten als auch von Nachwuchsautoren mit einem Lebens- und/oder Werkbezug zu Thüringen herausgegeben werden. Nach einer Pause startete sie in einem neuen Layout zur Leipziger Buchmesse 2015 mit einer Lyrik-Anthologie, die von Ron Winkler und Nancy Hünger herausgegeben wurde.

Die Anthologie vereint über 160 Gedichte aus den letzten fünfzig Jahren. Mehr als 80 Dichter nehmen Bezug auf die Eigenheiten dieses Landstrichs und vermitteln einen lebendigen Eindruck von den vielfältigen Bezügen der deutschsprachigen Gegenwartsdichtung zu Thüringen.

Ab 2016 übernahm André Schinkel die Herausgeberschaft.

Neu erschienen sind:

  • Band 42: Kristina Stanczewski: "Liegt das Land noch blind wie Zucker", Gedichte
  • Band 43: Holger Uske: "Die Weltenformel", Neue Geschichten

 

Zu Geschichte und Bedeutung der Reihe

Die Buchreihe wurde im Jahr 2000 von Wulf Kirsten in dem Wunsch begründet, die „Edition Muschelkalk“ möge als eine „literarische Landeskunde“ von der Vielfalt zeitgenössischer Literatur im Freistaat Thüringen künden. Dieser Wunsch des Reihengründers ging bisher in Erfüllung. Rechnet man die Vorgänger-Reihe „Thüringen Bibliothek“  hinzu, die ebenfalls von Wulf Kirsten ins Leben gerufen und betreut wurde, so sind es beinah 50 Stimmen, die von Qualität und Vielfalt Thüringer Literatur und Thüringer Literaten zeugen. Im Jahr 2002 übernahm der Germanist Kai Agthe die Herausgeberschaft der Reihe, in der bis dato Bücher von 39 Autorinnen und Autoren aus dem Freistaat erschienen. Es wurde von den Herausgebern stets darauf geachtet, dass sowohl etablierte Schriftsteller als auch Debütanten ausgewählt werden und auch der Geschlechterproporz gewahrt bleibt. Bislang war Gisela Kraft die einzige Autorin, der ein zweiter Band gewidmet wurde, um aus Anlass ihres Todes bisher unveröffentlicht gebliebene Gedichte aus ihrem Nachlass aufzunehmen.Dass die Edition zu den literarischen Kostbarkeiten gehört, die für Qualität und literarische Vielfalt bürgen, zeigen zahlreiche Rezensionen und Pressestimmen zu den Buchpräsentationen. Zwei Bände wurden bislang ausgezeichnet. Wolfgang Haak bekam für „lebensumwege. Prosastücke in Kurzfassung“ den Reinheimer-Satirelöwen, Holger Helbig wurde 2003 für den Gedichtband "Bewahrt auf der Netzhaut" mit dem Bayerischen Literaturförderpreis für Lyrik und Jan Volker Röhnert im selben Jahr für den Gedichtband „Burgruinenblues“ mit dem Lyrikdebütpreis des Literarischen Colloquiums Berlin geehrt. Jan-Volker Röhnert, Christian Rosenau und Daniela Danz, die ihren Weg zum Erfolg ebenfalls über die Publikationen der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V. genommen hat, haben inzwischen weit über die Thüringer Landesgrenzen hinaus Anerkennung erfahren, alle drei wurden zudem mit dem Harald-Gerlach-Stipendium ausgezeichnet.


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